Erster C33 Gipfeli bei Holcim - Design for Disassembly
- 23. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Was entsteht, wenn sich Akteur:innen der Bau- und Immobilienbranche an einen Tisch setzen und über #DesignForDisassembly diskutieren? Wer beim ersten Circular Construction Gipfeli von C33 dabei war, konnte es erleben.
Mit dem ersten Circular Constuction Gipfeli hat C33 den Auftakt zu einem Veranstaltungsformat gemacht, bei dem nicht fertige Antworten im Zentrum stehen, sondern der gemeinsame Austausch. Eingeladen von C33-Mitglied @Holcim (Schweiz) AG, drehte sich der Austausch bei einem feinen Z’Morge um Design for Disassembly und Design for Adaptability. Zum Auftakt stellte Anja Bundschuh, Geschäftsführerin C33 die Leitfrage:
Wie erschaffen wir heute Gebäude, die nicht enden – sondern weitergegeben werden?
Gemeint ist ein Perspektivenwechsel: weg vom einmaligen Bauwerk, hin zu Gebäuden, die sich anpassen, zerlegen und wiederverwenden lassen.
Neue Denkweise für Gebäude
Mit Impulsen von Christine Dietrich (Holcim Schweiz) und Nicolo Guariento (durable Planung und Beratung GmbH) wurde klar: Die Grundlagen sind gelegt.
Gebäude werden zunehmend als dynamische Systeme gedacht, die auf veränderte Nutzungen und neue Anforderungen reagieren können. Werden Bauteile lösbar geplant und Materialien bewusst eingesetzt, behalten sie ihren Wert über die Nutzungsdauer hinaus. So entstehen Gebäude, die langfristig relevant bleiben – nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Wandelbarkeit.
Lösungen, die bereits funktionieren
Viele Prinzipien von Design for Disassembly werden heute in der Praxis sichtbar. Modulare Bauweisen, die Wiederverwendung von Bauteilen und neue Planungsansätze zeigen, dass zirkuläres Bauen umsetzbar ist.
Gleichzeitig entstehen mit Initiativen wie „Zirkularität messbar machen“ (ZMM) erste Grundlagen, um Wirkung zu quantifizieren und vergleichbar zu machen. Damit wird eine zentrale Voraussetzung geschaffen: Bauherrschaften können Zirkularität nicht nur mitdenken, sondern konkret einfordern.
Was wir aus dem Austausch mitnehmen
Zirkularität entwickelt sich dann zum Standard, wenn sie messbar wird. Klare KPIs und belastbare Daten schaffen die Grundlage für fundierte Entscheidungen.
Digitale Transparenz über Materialien – etwa durch Materialpässe – ermöglicht es, Gebäude gezielt rückzubauen und Bauteile weiterzuverwenden.
Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig der Aufbau von Know-how und die Weiterentwicklung von Normen sind, um zirkuläres Bauen in der Breite zu verankern.
Entscheidend ist zudem die Anwendbarkeit: Zirkuläre Ansätze müssen im Alltag funktionieren – nicht nur in Leuchtturmprojekten, sondern gerade auch in kleineren Vorhaben.
Und last but not least: Sichtbarkeit und Zusammenarbeit sind zentrale Treiber. Wer Erfahrungen teilt, schafft Vertrauen – und trägt dazu bei, dass sich Lösungen schneller verbreiten.



