C33 Webinar: Zirkularität zwischen Regulierung, Reporting und Realität – Webinar mit Heinz Bernegger jetzt online
- Marloes Fischer
- 18. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
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Welche Anforderungen kommen im Kontext von ESG, EU-Taxonomie und Nachhaltigkeitsreporting auf die Bau- und Immobilienwirtschaft zu – und welche Rolle spielt dabei die Zirkularität? Im C33 Webinar vom 19. November gab Heinz Bernegger, Geschäftsführer der Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (SGNI), eine fundierte Einordnung. |
Die Bau- und Immobilienwirtschaft steht im Zentrum zentraler Nachhaltigkeitsfragen: Hoher Ressourcenverbrauch, grosse Abfallmengen und steigende regulatorische Anforderungen machen deutlich, dass lineare Modelle an ihre Grenzen stossen. Im C33 Webinar vom 19. November ordnete Heinz Bernegger die Rolle der Zirkularität im Spannungsfeld von Regulierung, Reporting, Labels und wirtschaftlicher Praxis ein. Ausgehend von der Ressourcenrealität in der Schweiz – rund 500 Tonnen Baustoffe pro Kopf und ein kontinuierlich hoher Rohstoffdurchfluss – zeigte Bernegger auf, weshalb zirkuläres Wirtschaften längst kein Nischenthema mehr ist. Zirkularität zieht sich heute als Querschnittsthema durch internationale Zielsysteme (SDGs), ESG-Reporting, Portfolio-Ratings, Gebäudezertifikate sowie neue regulatorische Instrumente wie die EU-Taxonomie. Ein zentraler Fokus lag auf der Einordnung bestehender Instrumente: Welche Anforderungen sind heute bereits relevant, welche freiwillig – und wo entsteht in den kommenden Jahren Handlungsdruck? Dabei wurde deutlich, dass insbesondere Transparenz über Materialien, Wertstoffmanagement und Rückbaubarkeit zunehmend zur Grundlage für Werthaltigkeit, Finanzierung und Risikomanagement von Immobilien wird. Besondere Aufmerksamkeit galt der Perspektive von KMU. Bernegger machte klar: Auch wenn gewisse regulatorische Anforderungen zeitlich verzögert greifen, werden sie sich über Lieferketten, Finanzierungsanforderungen und Ausschreibungen schrittweise in die Breite auswirken. Frühzeitige Auseinandersetzung mit Zirkularität, Materialtransparenz und relevanten Kennzahlen ist deshalb weniger als Compliance-Übung zu verstehen, sondern als strategische Vorbereitung auf zukünftige Marktanforderungen. In der Diskussion wurde zudem aufgezeigt, weshalb zirkuläre Aspekte heute noch selten unmittelbar über Mieten oder kurzfristige Renditen wirken, langfristig jedoch entscheidend für Wertstabilität, Transaktionsfähigkeit und Risikominimierung von Immobilienportfolios sind. Gebäudepässe, Materialdokumentation und systematische Rückbaukonzepte werden dabei zu zentralen Bausteinen. |
Das nächste C33-Webinar findet am 28. Januar 2026 statt. Oliver Kirschbaum wird praxisnahe Einblicke zu Zirkularität im Architekturwettbewerb geben. Wenn Sie sich für dieses oder zukünftige Webinare anmelden möchten, klicken Sie bitte hier. |
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